Abenteuer Rad

Besondere Kicks jenseits gemütlicher Radwege

Flusstäler sind seit jeher prädestiniert für Radfahrer. Auch entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse wurden Radwege geschaffen, die zu mehrtägigen Wanderungen oder kleineren Touren einladen. Viele Restaurants entlang der Strecke haben sich auf die Radfahrer eingestellt. 
Die Mittelgebirge der Region waren lange Zeit nicht gerade als Paradies für Radfahrer bekannt. Doch das hat sich geändert. Zum einen nehmen E-Bikes auch anstrengenden Steigungen den Schrecken – und zum anderen etablieren sich Angebote für Mountainbiker, die gerade diesen landschaftlichen Charakter schätzen. Im Westerwald sind mehrere Mountainbike-Touren entstanden, die Landschaftserlebnis vom Fahrradsattel aus ermöglichen. Auch in die Vulkaneifel vermarktet sich aktiv als „TrailPark“ mit einem Streckennetz von rund 750 Kilometern. 
Während bei diesen Touren allerdings noch das Landschaftserlebnis und der Touren-Charakter im Vordergrund stehen, sucht eine andere Zielgruppe stärkere Kicks. Davon sind in der Region Koblenz-Mittelrhein einige finden. 
Pionier ist der Flow Trail in Stromberg. 2011 eröffnet, hat er sich mittlerweile einen Ruf erworben, der bis in die angrenzenden europäischen Nachbarländer reicht. 
Dahinter verbergen sich speziell für Mountainbiker angelegte Wege durch den Wald, auf denen schon etwas geübte Anfänger und Cracks das Rad hemmungslos rollen lassen können. In Kurven sorgen so genannte Anlieger, künstliche Steilkurven, oder „Shores“, Stegpassagen, die über Senken oder unwegsames Gelände hinweg führen, für ein Achterbahnerlebnis beim Bergab fahren. Auf Profis warten anspruchsvolle Sprünge und Passagen auf schmalen Baumstämmen, die neben ein bisschen Mut vor allem viel Fingerspitzengefühl für’s Rad erfordern. Mehrere Downhill-Abfahrten bieten Adrenalin pur. Sie sind ausgelegt für unterschiedliche Fähigkeiten.

www.flowtrail-stromberg.de 

Bei Mountainbikern beliebt ist auch der Mountainbikepark Boppard. Mit einer Sesselbahn können sich die Radler nach oben befördern lassen – dann erwartet sie Fahrspaß pur. Sowohl Anfänger wie auch Profis kommen hier auf ihre Kosten. Hier finden sich auf 1,3 Kilometern über 250 Höhenmeter verteilt jede Menge Sprünge, Rampen und Steilwände („Wallrides“), aber auch Teilstücke, die sich von weniger Geübten ohne Einbuße von Fahrspaß umfahren lassen. Oben am Start finden auch „Dirtjumper“ genügend Abwechslung. Mehrere Dirtlines, also Folgen von Erdhügeln und -rampen, ermöglichen hier Sprünge und artistische Stunts.

www.boppard-tourismus.de/de/freizeitspass-entspannung/mountainbike-bikepark-boppard/

2014 eröffnete in Bad Ems die „Canyon Flowline“, eine knapp vier Kilometer lange Strecke, die 380 Höhenmeter überwindet und mit Attraktionen wie der „Emser Schleuder” und dem „Dirt Valley“ lockt. Startpunkt ist die „schöne Aussicht“ bei Kemmenau. Schwierigkeitsgrad und Geschwindigkeit können von den Fahrern selbst gewählt werden, denn Sprünge oder Ähnliches können einfach umfahren werden. Andere bauliche Elemente wie die Halfpipe und über die liebevoll gepflegten North-Shore-Elemente können auch von Einsteigern genutzt werden.

www.emser-bikepark.de 

Im Vulkan-Park Eifel in Trittscheid ist ein Parcours entstanden, der nicht nur Tourenbiker anzieht, sondern auch ein bisschen Technik zu bieten hat. In dem 13 Hektar großen Areal finden die Biker North-Shore-Elemente und Anlieger. Der Name: „Koulshore“, eine Verschmelzung des Dialekt-Begriffs „Koul“ für Grube, und dem englischen „Shore“. Die Strecke ist ausdrücklich nur für geübte Fahrer geeignet. 

www.vulkan.bike

 

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