BUGA fördert Investitionen

BUGA-Vorbereitung fördert Investionen in Infrastruktur (2024)

2026 – das Jahr wird zum Meilenstein für die Bundesgartenschau im Oberen Mittelrheintal. Die findet zwar erst 2029 statt, doch schon drei Jahre vorher soll das Gesamtkonzept im Detail stehen, um die Veranstaltung vermarkten zu können. Die ersten Pläne sind greifbar ...

Das gesamte Motto wurde bereits im vergangenen Jahr definiert: „Willkommen am Wasser“. Damit sei nicht nur der Rhein gemeint, betont BUGA-2029-Geschäftsführer Sven Stimac, sondern insbesondere der nachhaltige Umgang mit dem Thema Wasser. „Außerdem soll dargestellt werden, wie die Gartengestaltung der Zukunft klimaresilient werden kann.“
Schon heute ist er davon überzeugt, dass die BUGA auch großes touristisches Potenzial entfalten wird. Denn gleich zwei Herkunfts-Märkte befinden sich in unmittelbarer Nähe: das Rhein-Main-Gebiet und der Raum Köln-Bonn. Die Zielmarke liegt bei 1,8 Millionen Besuchern. Zum Vergleich: Die BUGA in Koblenz besuchten 3,5 Millionen Menschen.
Da das Ausstellungsgebiet 2028 nicht zusammenhängend, sondern im Tal verteilt sein wird, ist ein spezielles Mobilitätskonzept erforderlich, das insbesondere die Bahn mit einbezieht, aber auch den Schiffsverkehr und Pendelverkehre. Zudem soll das Fahrrad nicht zu kurz kommen. Natürlich können nicht alle Flächen an einem Tag besucht werden, daher sollen, so die Idee, vor allem 4-Tages-Reisen vermarktet – und die Besucher zum Wieder- kommen motiviert werden.

Der Rahmen steht bereits fest: Die vier zahlungspflichtigen Hauptstandorte mit insgesamt vier speziell für die BUGA zugeschnittene Flächen sind Lahnstein, Bacharach, St. Goar/St. Goarshausen und Rüdesheim/ Bingen.

Für Lahnstein steht nun fest, wie die Hafenmole aussehen wird: Mit Grünflächen für Freizeit und Erholung werden die Ufer an Rhein und Lahn neu erstrahlen. Der Siegerentwurf des planerischen Wettbewerbs aus dem Büro Geskes.Hack Landschaftsarchitekten ist im Februar vorgestellt worden.

Die Hafenmole wird darin zu einem völlig neuen Anziehungspunkt – vom Schloss Martinsburg im Süden über die Rheinanlagen in Oberlahnstein und die Hafenmole bis hin zum Park am Lahnufer in Niederlahnstein. Ein besonderes Highlight wird die von der Stadt Lahnstein geplante Rad- und Fußgängerbrücke an der Lahnmündung sein, die die Rheinanlagen in Niederlahnstein mit der Hafenmole und Oberlahnstein verbindet. Damit ermög- licht die Stadt ein zusammenhängendes BUGA-Gelände von mehr als 15 Hektar.

Zwei weitere Wettbewerbe hat die BUGA 2029 ausgelobt. Der Siegerentwurf für die Rheinanlagen in Bacharach wurde bereits im November 2023 vorgestellt. Für den Hafenpark in Rüdesheim werden die Sieger im April vorgestellt.

In Bacharach wird das Rheinufer eine Mischung aus Altstadtcharme, Landschaftspark, Poesie, Sport- und Freizeitmöglichkeiten, Strandbad und Camping bieten. Das Büro für Landschaftsarchitektur urbanegestalt aus Köln und das Büro Hille und Tesch, Architekten und Stadtplaner aus Ingelheim, konnten mit ihrem gut strukturierten Entwurf das Preisgericht überzeugen.

Vom nördlichen Auenufer mit dem Tonnenhof als gastronomisches Angebot bis zur Mündung des Münzbachs bieten Nischen, Rückzugsorte und naturnahe Pflanzen eine entspannte Atmosphäre. Die Münzbachlagune umrahmt den freigelegten Bach und bietet Ausblicke auf den Rhein. Die Promenade führt weiter zum historischen Teil des Parks, wo der bisherige Parkplatz entsiegelt und der historische Landschaftspark weitergeführt werden soll. Im südlichen Abschnitt in Richtung Campingplatz wird eine groß- zügiger Bereich mit Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten für alle Generationen den Übergang zum Strandbad bilden.

Die Investitionen, die in den kommenden Jahren noch ins Tal fließen werden, sind enorm. Mehrere 100 Millionen Euro. Der kleinste Teil davon fließt in die eigentlichen BUGA Flächen. Vieles sind Infrastrukturmaßnahmen, für die die BUGA als Aufhänger dient, die Region jedoch langfristig aufwerten. 90 Millionen Euro fließen beispielsweise in den Ausbau der Bahnstationen. 40 Millionen Euro sollen in die Sanierung von Ortsdurchfahrten fließen – und 30 Millionen Euro will die Generaldirektion Kulturelles Erbe alleine in die Aufwertung von Burgen und Schlösser stecken.

 

 

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