Meilensteine für Erneuerung

Die ersten Planungswettbewerbe laufen (2023)

2029 – das sind die vier Glückszahlen, die für das Obere Mittelrheintal den Start in eine neue Ära bedeuten. 2029 wird die Bundesgartenschau die Region zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz/Lahnstein in Szene setzen – und hoffentlich an die Erfolge der Landesgartenschau 2008 in Bingen und 2011 in Koblenz anknüpfen. Stadt und Regionalplanung, Tourismus, Straßenbau – alles orientiert sich an dem magischen Datum.

Besonders darauf hin arbeitet Sven Stimac mit seinem Team. Er ist Geschäftsführer der BUGA Oberes Mittelrheintal 2029 gGmbH und seine Aufgabe ist es, die Veranstaltung zum Erfolg zu führen, die Infrastruktur einer gesamten Region verbessern und Impulse für die zukünftige Entwicklung zu setzen. 
Erfahrung im Management von Großveranstaltungen besitzt er: Stimac arbeitete für die Expo 2000 in Hannover als Prokurist und stellvertretender Bereichsleiter Betrieb und Sicherheit, er war für die Landesgartenschau in Schleswig tätig, für Weltausstellungen in der Schweiz, in der Türkei und in den Niederlanden. Als Alleingesellschafter seines Unternehmens friends + friends AG betreute er unter anderem die Planung von Gartenschauen in Katar (2023), Taiwan (2018) und in der Türkei (2016).

Noch sind sechs Jahre Zeit, bis die Bundesgartenschau ihre Tore öffnet. Deshalb rollen jetzt zwar noch keine Bagger, doch die Planungen im Hintergrund sind in vollem Gang.
Bereits im Laufe dieses Jahres werden die Ergebnisse der ersten Planungswettbewerbe vorliegen, dann beginnt die Bundesgartenschau, konkrete Formen anzunehmen. 
Bis die ersten Bagger auf den geplanten Arealen rollen, wird aber noch ein bisschen Wasser den Rhein hinunter fließen. „Ich schätze das wird 2026 sein“, so Sven Stimac. 
„Eine Besonderheit dieser Gartenschau ist, dass wir hier keine Konversionsflächen bespielen, also keine früheren Industrie- oder Militärflächen für die Schau nutzen“, erklärt Stimac. Deshalb sind im Vorfeld keine großflächigen Abrissarbeiten notwendig. Dennoch soll die BUGA städtebauliche Impulse liefern. Denn jede Gartenschau soll über das Ende der eigentlichen Veranstaltung hinaus Auswirkungen habe. „Alle unsere Projekte werden dazu beitragen, die touristische Qualität im Tal zu verbessern – und bestenfalls private Investitionen zu stimulieren. Wir setzen Meilensteine für Erneuerung.“
Einige Flächen, die die Basisflächen der Ausstellung bilden werden stehen bereits fest: Die Rheinufergelände in Lahnstein (15 Hektar) und in Bacharach (10 Hektar) sowie der Hafenpark in Rüdesheim (12 Hektar). 
Außerdem wird ein weiterer Schwerpunkt rund um die Loreley in St. Goarshausen/Bornich und die Burg Rheinfels in St. Goar liegen. Daneben stehen Bürgerprojekte, die umgesetzt werden, beispielhaft das Projekt in Rhens. „Es wäre gut, wenn das als Impuls für weitere Projekte gelingen würde“, so Stimac. 
„Wir arbeiten hier mit den Kommunen für die Kommunen“, betont Stimac. Denn Gastgeber sind die Kommunen – und sie sollen von der städtebaulichen Entwicklung profitieren. Die Kontakte zu den Ministerien seien sehr gut, die Abstimmungsprozesse funktionieren hervorragend. Auch die Kommunen seien an der Zusammenarbeit zutiefst interessiert. „Die BUGA wird von den Menschen im gesamten Tal getragen“, ist Stimac überzeugt, der erst im Vergangenen Jahr als Geschäftsführer zur BUGA gGmbH kam, nachdem sein Vorgänger, Berthold Stückle, überraschend verstorben war.
Um die Gäste zum Besuch aller Talregionen einzuladen, werden ab dem kommenden Jahr Schritt für Schritt touristische Besuchs- und Ticketingkonzepte entwickelt, die möglichst viele Attraktionen bespielen und ein modernes Mobilitätskonzept enthalten soll.
Eine Besonderheit und Herausforderung ist, dass die Veranstaltungsorte räumlich so weit auseinanderliegen, dass es schwer ist, sie an einem einzigen Tag zu besuchen, insofern ist das Konzept darauf ausgelegt, dass die Gäste wiederkommen oder gleich einen längeren Aufenthalt planen. Natürlich spielt auch das Thema Mobilität eine besondere Rolle und muss mitgedacht werden. „Insbesondere das E-Bike wird hier eine große Rolle spielen, denn mit diesem umweltfreundlichen Verkehrsmittel erreichen die Besucher einen Radius, der es als Verkehrsmittel zur Vernetzung der Ausstellungsareale attraktiv macht“, ist der gebürtige Lübecker überzeugt.
„Das Projekt ist etwas ganz Besonderes, und was wir hier hinterlassen können, ist auch etwas Besonders“, betont er.  „Letztlich muss man unseren Erfolg daran messen, ob die Menschen wiederkommen.“

 

X

Wir verwenden Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige sind notwendig, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern.