or 25 Jahren erklangen die ersten Töne im Rahmen eines Projekts, das die Kulturlandschaft in der Region bereichern und letztlich verändern sollte. Und mit dem Anspruch, qualitativ hochwertige Konzerte an außergewöhnlichen Spielstätten zu präsentieren. Das Mittelrhein Musik Festival war geboren –
damals noch unter dem Namen „Mittelrhein Musik Momente“.
Seitdem verwandelt es Burgen, Schlösser, Weingüter und Industrie-Denkmäler in klingende Bühnen – und schenkt der Region Jahr für Jahr ein unverwechselbares kulturelles Erlebnis.
Das Konzept überzeugte: Klassik, Soul, Jazz und internationale Crossover-Projekte treffen auf geschichtsträchtige Kulissen. Besucherinnen und Besucher können Musik nicht nur hören, sondern Orte der Region neu erleben. Genau diese Mischung aus künstlerischem Anspruch und regionalem Bezug ist seit 25 Jahren das Markenzeichen des Festivals.
Ein Jubiläumsjahr voller Highlights
„Es war ein berauschendes Jahr“, freut sich Festivalleiterin Sonja Kitz. Die Kulturmanagerin gestaltet seit zehn Jahren das Programm des Mittelrhein Musik Festivals – und konnte 2025 die beste Besucherresonanz seit fünf Jahren verbuchen. „Dank des besonderen Engagements unserer Sponsoren ist es uns wieder gelungen, ein Programm auf die Beine zu stellen, das viele Menschen begeistert hat.“
Das Line-up konnte sich sehen lassen. Curtis Stigers stellte im prachtvollen Staatstheater Bad Ems sein Album Songs from my kitchen vor und bewies, dass seine musikalische Magie auch nach Jahrzehnten ungebrochen ist.
Die US-Sängerin Judith Hill sowie Myles Sanko weihten das Fort Konstantin als neue Konzertstätte ein – ein Wagnis, das sich gelohnt hat. In diesem Jahr wurde die beliebte Reihe „Soul & Jazz am Schloss“ wegen Renovierungsarbeiten kurzerhand ins Fort Konstantin verlegt.
„Die Konzerte dort haben sind sehr gut angenommen worden, wir sind richtig happy damit“, sagt Kitz.
Der schwedische Posaunist Nils Landgren brachte mit seiner legendären Funk Unit den Kurpark Bad Salzig zum Feiern. Und die „Jazzkantine“ ließ bei der Abschlussparty die Festung Ehrenbreitstein beben.
Vielfalt als Erfolgsrezept
Das Festival lebt von der musikalischen Bandbreite. Im Theaterzelt auf de, Festungsplateau feierte die charismatische Sängerin Awa Ly ihre Festivalpremiere. Mit Fusion Jazz, Folk und afrikanischen Rhythmen hatte sie bereits die Hamburger Elbphilharmonie begeistert – am Mittelrhein eroberte sie das Publikum im Sturm.
Newcomerin Caro Tischler trat beim Weingut Matthias Müller auf, wo das Format „Musik trifft Wein“ für eine intime Atmosphäre sorgte.
Auf Burg Namedy gestalteten Joy Bogat und Yarima Blanco inspirierende Sommerabende mit karibischem Flair, während die britische Sängerin Izo Fitzroy in der Sayner Hütte ein eigens für diesen Spielort gestaltetes Programm präsentierte.
„Künstlerisch hat es wunderbar funktioniert – und auch die Sonne hat uns dieses Jahr begleitet – auch künstlerisch hat es wunderbar funktioniert“, resümiert Kitz. Doch wie viele kleinere Festivals kämpft auch das Mittelrhein Musik Festival mit steigenden Kosten für Technik und Booking. „Ohne Sponsoren wären die meisten Festivals gar nicht mehr denkbar“, betont Kitz. Umso wichtiger sei es, Unterstützer zu motivieren, weiter mit an Bord zu bleiben.
Die Vorbereitungen für 2026 laufen bereits. Fest steht: Ende Mai wird das Festival eröffnet, Ende August klingt es aus. Ende März will Sonja Kitz das neue Programm präsentiert. Zwei Highlights sind aber schon fix: Auf Burg Namedy werden wieder lateinamerikanische Klänge zu hören sein – und das Fort Konstantin wird es wieder Jazz &
Soul geben.
25 Jahre nach seiner Gründung zeigt das Mittelrhein Musik Festival, dass es mehr ist als eine Konzertreihe. Es ist ein kulturelles Aushängeschild der Region, das Musik und Orte zu einzigartigen Erlebnissen verbindet.

